Menschen brauchen Räume – Räume brauchen Menschen. Menschen wollen Menschen sehen oder von Menschenhand Geschaffenes. Wer entdecken will, muss sehen können. Fotografie als Kunst ist für mich Lebensart, die mir die Freiheit gibt, so zu sein, wie ich bin, die Dinge so darzustellen, wie ich sie gesehen habe. Ich sehe und entdecke die Welt mit der Kamera in der Hand als fotografischer Flaneur im besten Baudelair‘ schen Sinne; auf der kontinuierlichen Suche nach Authentizität, Realität und Skurrilität des Alltags. Das Foto ist der Zeuge eines flüchtigen Augenblicks – meines Augenblicks.
Meine fotografische Arbeit umfasst:
Alltag aber nichts Alltägliches.Voyeurhaftes aber nichts Vulgäres.Simples aber kein Trash.Einfaches aber nichts Triviales.Schönes aber kein Kitsch. Manche Bilder sind einfach nur schön, andere erzählen eine Geschichte und verursachen beim Betrachter ein „Kopfkino“. Bilder müssen in Kopf und Bauch weiterleben, erinnern, Emotionen wecken, Zusammenhänge erklären, Irritationen zurücklassen, faszinieren, Träume entfachen, provozieren, zum Andersdenken anregen, partizipieren, nachhallen, ...
Erzählen kann ich nur, wenn ich etwas erlebt habe. (Extrem-) Reisen als Neonomadicus und manchmal auch als Vagabundix außerhalb des Buchbaren ist für mich absichtslose Selbst- und Weiterentwicklung, Antrieb meiner Arbeiten und existenzielle Notwendigkeit. Dabei ändern sich Themen, Sichtweisen und Perspektiven; so entstehen situativ neue Projekte, Ideen und Konzepte ohne Langzeitprojekte aus dem Auge zu verlieren. Mir geht es darum, das Kribbeln im Kopf umzusetzen.
Obwohl sich das Medium Fotografie zu meiner wichtigsten Ausdrucksform entwickelt hat, umspannt meine Praxis auch Skulptur, Video, Malerei oder Kombinationen in installativen oder perfomativen Zusammenhängen.
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